Montag, 1. Januar 2018

humoristisch

In diesem Jahr möchten wir unsere LeserInnen wieder mit einem täglichen, humoristischen Kalender - von Dirk Monka (üb)erarbeitet - durch das Jahr begleiten. Viel Spaß damit!







von Dipl.-Ing. Dirk Monka



               Kalender-2018 Woche 1

Mo 1.1.  Auch der beste Augen-Arzt kann den Bomben-          
                   Blindgänger nicht wieder sehend machen.

Di   2.1.  „Aber Herr Richter, ich habe nur Kamillentee getrunken!“
                   „Ja dann hatten Sie genau 1,7 Kamille, wenn es so war.“

Mi  3.1.  Nur einmal gebrauchte Sylvester-Raketen
                   Kartonweise preiswert zu verkaufen.

Do  4.1.  Ein Berliner isst in Hamburg ein Kassler,
                   Ein Kassler isst in Berlin ein Hamburger
                   Ein Hamburger isst in Kassel einen Berliner

Fr   5.1. Welche Personen gehen um den 5. Januar
                   verkleidet von Haus zu Haus:   Sind es nun
                   die Dreiecks-Redner oder die Quadrat-Sprecher
                   oder die Rauten-Erzähler oder die Stern-Singer?

Sa   6.1. Was macht der Wetter-Experte im Winter
                   mit Feile und Schleifpapier?
                   Wegen der Verletzungsgefahr will er
                   die Rauh-Reif-Formation abschleifen.

So   7.1. „Bei dem frischem Schnee sollte man rodeln gehen. Du
                   hast gestern doch einen echten Schnee-Bob gekauft."
                   „Stimmt, und im Heizungs-Raum abgestellt,
                   wo der sofort geschmolzen ist."


                        
Kalender-2018 Woche 02 

Mo  8.1. Bei der Tagschicht lässt man sich Hell-fen und
                   in der Nachtschicht lässt man sich Dunkel-fen.

Di    9.1. Bei meinem Handy konnte ich die Tasten-Töne
                   ausschalten, aber wie geht das bei meinem Klavier?


Mi 10.1. Bei einer Bilder-Ausstellung klopft und schlägt
                  
jemand auf die Bilder. Auf die Frage was das bedeutet
                   sagt er dann: „Ich bin doch ein Bild-Hauer.

Do 11.1. Beim Gebrauchtwagenhändler:
                   „Was geben Sie mir für mein altes Auto?“
                   „Na so 90 Euro .......... vollgetankt!“

Fr  12.1. Beim erneutem Aufbau des Gebisses wurde auf
                   eine Erdbeben-sichere Kau-weise wert gelegt.

Sa  13.1. Beim Friseur: „Nein, Sie sind gleich an der Reihe,
                   aber zuvor ist das Haarmonium dran.“

So  14.1. Bei der letzten Veranstaltung gab es genau
                   481 B-Sucher, 37 B-Finder, und 9 ohne Zuordnung. 


                        
Kalender-2018 Woche 03 

Mo 15.1. Beim Schuster wird der Mittagstisch gedeckt.
                   Neben jedem Suppen-Teller liegt
                   passend dazu ein Schuh-Löffel.

Di   16.1. Beim Vorstellungsgespräch fragt der Chef:
                   „Können Sie gut Tippen?“   „Aber sicher“ 
                   sagt die Bewerberin, „neulich erst 3 Richtige!“

Mi  17.1. Beim Vorstellungsgespräch fragt der Chef:
                   „Können Sie blind schreiben?“
                   „Aber sicher, hinten mit d!“ 

Do 18.1. Der 18.1.18. ist doch ein ideales Brautpaardatum,
                   denn am 1.4.18. sollen die hei Raten erhöht werden.

Fr   19.1. Arbeitet in eurer Fabrik noch ein Roh-Boter
                  
oder schon ein Gar-Boter?


Sa  20.1. Beim letzten Staun-Load habe ich gestaunt,
                   wie schnell die Daten herunter geladen waren.

So  21.1. Beim historischem Stadtrundgang sagt der Redner:
                   „Wir befinden uns nun im Hauptschiff dieser Kirche.
                   Es ist 40 Meter lang und 12 Meter breit.“ Gastfrage:
                   „Und wie viele Bruttoregistertonnen hat es dann?“


                        
Kalender-2018 Woche 04 

Mo22.1. Besser ein erfahrener See-Fahrer
                   als ein unerfahrener Land-Gänger.

Di  23.1. Bis heute konnte mir noch niemand erklären,
                   wie der 5 Zylinder 2 Drittel-Takt-Motor funktioniert.

Mi 24.1. „Bist du wirklich musikalisch?“
                   „Na klar, ich pfeife sogar auf meine Schulden!“

Do 25.1. Darf ein Kammäleon auch eine Bürste verwenden?

Fr  26.1. Aus welchem Metall bestehen
                   die silbrig glänzenden Chrom-osomen?


Sa  27.1. Darf jemand mit einer vollen Glatze
                   ein Leiter eines Haar-Ems sein?

So  28.1. Da habe ich ihm jeden Kamm weg genommen
                   und ihm verschiedene Bürsten hingelegt, dennoch
                   konnte ich sein Kamm-Back nicht verhindern.


                        
Kalender-2018 Woche 05 


Mo29.1. Darf das Ein-Satz-Gebiet auch
                   aus zwei oder drei Sätzen bestehen?

Di  30.1. Darf ein Däne in Norwegen
                  
ein Schweden-Rätsel lösen?

Mi 31.1. Darf ein Bar-on an der Bar nur in Bar
                   oder auch mit einer Kredit-Karte bezahlen?

Do  1.2.  Darf ein in-Sekten-Forscher auch
                   über biblische Splittergruppen
                   (so genannte Sekten) berichten?

Fr    2.2.  Blühen die Eisblumen nur auf den Nebelfeldern?

Sa   3.2.  Im Winter gibt es tagsüber Plus-Gerade
                   und nachts die Minus-Krumme.

So   4.2.  Im Winter müssen alle Wege von Eis und Schnee
                   befreit werden, die Atem-Wege auch? 

künstlerisch & informativ - Tiervorstellung: Motten

von Anne Twachtmann
(Layout & Zeichnungen)




Sonntag, 24. Dezember 2017

literarisch

Weihnachtsmorgen


ONsüd- Bild (Archiv): Sebastian Pokojski


von Katharina Kumeko

Früher Morgen und Kerzenlicht
der Kater wärmt sich schlafend vorm Kamin
auf meinem alten Pullover
ich esse Rosinenstuten belegt mit fettem
Frischkäse und trinke Tee
und lese im Buch vom Schnee
es nieselt und die Krähen rufen laut
fliegen am Fenster vorbei
ich höre ihr Flügelrauschen
das ist der zweite Weihnachtsmorgen.


Bilderadventskalender 2017

ONsüd- Zeichnung: Anne Twachtmann

24. Dezember (4. Advent)

Heiligabend


Mit dieser Zeichnung endet unser Bilderadventskalender. Wir wünschen unseren LeserInnen
ein frohes Weihnachtsfest!

Sonntag, 17. Dezember 2017

religiös, erlebnisreich, initiativ

1300 Friedensboten im St.-Paulus-Dom

Friedenslicht aus Betlehem ist im Bistum Münster angekommen


Generalvikar Dr. Norbert Köster (2.v.r.) und Pfarrer Martin Mustroph gaben gemeinsam das
 Friedenslicht aus Betlehem weiter.
ONsüd-Bild:  Bischöfliche Pressestelle/Thomas Mollen


Münster (pbm). Nach einer 3600 Kilometer langen Reise hat das „Friedenslicht aus Betlehem“ das Bistum Münster erreicht. Am Nachmittag des 3. Advent wurde es im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes St. Paulus-Dom an rund 1300 Kinder, Jugendliche und Erwachsene weitergegeben.

In den nächsten Tagen werden diese das Friedenslicht mitnehmen in ihre Wohnungen, Schulen und Arbeitsstätten, es in Kirchen, Krankenhäusern und öffentlichen Einrichtungen entzünden. Dadurch soll ein Zeichen für Freundschaft und Völkerverständigung gesetzt werden.

In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Martin Mustroph vom evangelischen Kirchenkreis Münster daran, dass man Frieden „nicht so einfach machen“ könne: „Wir müssen uns für den Frieden einsetzen! Das ist etwas anderes als einfach nur nett zueinander zu sein.“ Frieden bedeute, dem anderen auch etwas gönnen zu können und miteinander zu sprechen: „Manchmal muss der Friede ausgehandelt werden. Wenn jeder nur mit seinem Dickkopf durch die Wand will, gibt es Krieg.“

Der Generalvikar des Bistums Münster, Dr. Norbert Köster, erklärte den Kindern und Jugendlichen, drei Dinge seien wichtig, um einen Streit zu schlichten: Sich in den jeweils anderen hineinzuversetzen, nach Gemeinsamkeiten zu suchen und eigene Fehler zuzugeben. Wer das könne, der könne auch Frieden schaffen.

Die Aktion Friedenslicht ist in Deutschland eine gemeinsame Aktion der Pfadfinderverbände. Die Aussendungsfeier im St.-Paulus-Dom wird getragen von der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), der Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG) sowie dem evangelischen Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP).



Bilderadventskalender 2017

17. Dezember (3. Advent)

ONsüd-Zeichnung: Anne Twachtmann

Freitag, 15. Dezember 2017

literarisch


Manuel, der kleine

Schutzengel

Eine Geschichte von
Dirk Hoffmann

12. Kapitel

Die neuen Schutzengel

Am folgenden Morgen erwarteten die Himmelmanns Manuel und Johanna mit einem aufwendigeren Frühstück als üblich. Die Tafel war reichlich gedeckt mit allerlei Speisen, die es normalerweise nicht gab. Es gab Rührei, gebratenen Speck, einen großen Obstkorb und sogar Kuchen. Ein ganz besonderer Duft erfüllte den Raum, der verkündete, dass an diesem Tag etwas Wichtiges geschehen sollte.
„Guten Morgen ihr zwei“, sagte Julia Himmelmann als sie die Ankömmlinge bemerkte.
„Ist heute etwas Besonderes?“, fragte Manuel, dem in diesem Moment auffiel, dass der Tisch auch für mehr Personen gedeckt war als gewöhnlich.
Noch ehe er eine Antwort erhalten konnte klingelte es an der Tür. Günter Himmelmann öffnete die Tür. Manuel und Johanna konnten kaum fassen was sie sahen. Ingo trat herein. Sein Gesicht zierte ein so fröhliches Lächeln wie sie es noch nie zuvor bei ihm gesehen hatten.
„Guten Morgen“, grüßte der Junge dessen trauriges Leben die beiden versuchten schöner zu machen. Jetzt wirkte er tatsächlich so, als hätten sie es geschafft.
Wenig später läutete die Klingel erneut. Der nächste Besucher war Matthias. In seinem Gesicht sah man ein Lächeln das große Zufriedenheit ausstrahlte. Als er seinen Mantel ablegte, kam sein Engelsgewand zum Vorschein. Sogar seine Flügel wurden sichtbar. Manuel und Johanna schreckten überrascht auf, während Ingo das hinnahm als sei er es gewohnt Engel zu sehen. Was war denn hier los?
„Siehst du auch was ich sehe?“, flüsterte Manuel an Johanna gewandt.
„Ja, ich glaube schon“, erwiderte Johanna.
Matthias begrüßte zunächst die Himmelmanns, danach Ingo, und die Jungengel kamen zuletzt an die Reihe.
„Ich sehe, ihr seid verwirrt. Das wäre ich an eurer Stelle jetzt wohl auch“, wandte Matthias sich verständnisvoll an Manuel und Johanna, „aber entspannt euch, ihr werdet es sehr bald verstehen“.
„Dann wären wir wohl komplett“, stellte Julia Himmelmann fest und bat alle sich am Tisch zu versammeln. Alle bis auf Manuel folgten ihrer Bitte. Er war so durcheinander, dass er die Aufforderung seiner Menschenmutter überhörte.
„Setz dich Manuel“, bat Julia Himmelmann erneut.
Während Manuel sich endlich auf dem Stuhl neben Johanna niederließ, verteilte Günter Himmelmann Kaffee und Kakao. Matthias erhob sich, um noch einmal ein paar Worte an die Anwesenden zu richten.
„Ich möchte jetzt nicht allzu viel erklären“, sprach der Älteste, „ich gratuliere Manuel und Johanna zu ihrer bestandenen Schutzengelprüfung. Der Engelrat freut sich, dass die beiden ihre Aufgabe so vorbildlich gelöst haben“.
„Wieso gelöst?“, fuhr Johanna aufgeregt dazwischen.
„Immer mit der Ruhe“, mahnte Matthias, „wir werden euch gleich über alles aufklären. Aber lasst uns erst einmal frühstücken. Anschließend haben wir genügend Zeit, um uns über alles zu unterhalten. Habt ein wenig Geduld. Seid euch gewiss, dass ich stolz bin auf euch. Guten Appetit“.
Manuel und Johanna sahen einander erneut irritiert an. Es blieb ihnen nur eines übrig, sie mussten abwarten.
In der nächsten halben Stunde wurde schweigend gegessen und getrunken. Als alle satt waren verkündete Matthias, dass die Zeit gekommen war, den Ort zu wechseln. Wenige Minuten später fanden sich Manuel und Johanna im Himmel wieder. Sie standen in der Halle des Lebens, vor dem Rat der Engel. An ihrer Seite stand Ingo. Jetzt trug er ein Engelsgewand, genau wie sie, und Flügel hatte er auch. Offensichtlich war Ingo ebenfalls ein Engel.


ONsüd-Zeichnung: Anne Twachtmann

„Willkommen zurück im Himmel alle miteinander“, erklang die Stimme des Engelratsvorsitzenden, „meiner erster Dank gilt heute Ingo, dafür dass er seine Rolle so gut gespielt hat. Ich möchte jedoch Manuel und Johanna endlich aufklären. Sicher seid ihr nun sehr überrascht, festzustellen, dass Ingo ebenfalls ein Engel ist. Das waren sie eigentlich alle. Iris, Stefan und auch Ingos Mutter. Wir konnten euch schließlich nicht auf die Menschen loslassen, ohne euch ein wenig zu testen“, erklärte Matthias, „wir mussten sehen, wie ihr mit den Menschen umgeht. Wir haben mit allen Beteiligten stets in Verbindung gestanden und so erfahren, wie gut ihr alles gemeistert habt“.
„Dann war ja überhaupt niemand in Not“, wandte Manuel mit leichter Empörung ein.
„Nein“, fuhr Matthias fort, „diesmal war niemand wirklich in Not. Beim nächsten Mal wird das allerdings anders sein. Wir wissen nun, dass wir uns auf euch verlassen können. Also werden wir euch als Schutzengel einsegnen und ihr bekommt sicher schon sehr bald eine echte Aufgabe. Die Aufgabe euch einzusegnen geben wir in Ingos Hände. Er wurde im vorigen Jahr ebenfalls von seinem ersten Schützling eingesegnet. Auch er hat damals seinen Test mit Bravour bestanden und ist seither ein wichtiger Teil der Schutzengelgruppe, so wir ihr es in Zukunft ebenfalls sein werdet. Ingo, du hast das Wort, stell dich den beiden erst einmal richtig vor“.
„Ich freue mich euch beide einsegnen zu dürfen“, nahm Ingo das Wort auf, „es wird euch jetzt vielleicht nicht mehr so sehr wundern, wenn ich euch sage, dass Ingo nicht mein richtiger Name ist“.
„Moment“, unterbrach Johanna Ingo, „das geht mir jetzt alles viel zu schnell. Es war doch noch überhaupt nichts gelöst. Ich hätte so gerne erfahren, ob du dich mit Iris versöhnt hättest oder mit Stefan. War denn das nicht die Aufgabe?“
„Eure Aufgabe war nur, dem Engelrat zu zeigen, ob ihr mit den Menschen umzugehen versteht“, erklärte Ingo, „die Versöhnung war ja auf den Weg gebracht, damit war eure Aufgabe erfüllt“.
„Trotzdem wäre es schön gewesen, zu sehen wie ihr euch versöhnt“, stellte Manuel fest, „na gut, kläre uns weiter auf“.
„Also mein richtiger Name ist Lukas. Ich bin seit einem Jahr Schutzengel und darf somit neue Schutzengel einsegnen. Seid ihr zwei nun bereit, Schutzengel zu werden?“
Manuel und Johanna dachten kurz und antworteten schließlich beide mit einem Kopfnicken.
„Dann begrüße ich euch mit dem Segen des ehrwürdigen Engelrates feierlich in der Gruppe der Schutzengel“, sagte Lukas und legte Manuel seine linke und Johanna seine rechte Hand auf den Kopf, „von jetzt an und für alle Zeit sollt ihr beide Schutzengel sein“.
Der ganze Engelrat wiederholte im Chor: „Von jetzt an und für alle Zeit sollt ihr beide Schutzengel sein“.
„Jetzt seid ihr Schutzengel“, bekräftigte Matthias noch einmal, „eure erste Aufgabe werdet ihr jetzt noch nicht erhalten. Ihr habt erst einmal genug geleistet. Wir freuen uns, zwei tüchtige neue Schutzengel zu bekommen“.

Nachdem ihre Einsegnung vorüber war saßen Manuel und Johanna gemeinsam mit Lukas im Wolkencafé. Vor ihnen auf dem Tisch standen drei Tassen himmlische Schokolade.
„Es tut mir leid, dass wir euch so an der Nase herumgeführt haben“, entschuldigte sich Lukas.
„Das war ja sicher bei deiner ersten Aufgabe auch nicht anders, denke ich“, meinte Johanna.
„Ja das stimmt. Ich war genauso verwirrt wie ihr. Vielleicht kann ich ja als Lukas auch euer Freund sein“, überlegte Lukas laut.
„Aber unbedingt“, erwiderten die zwei neu-eingesegneten Schutzengel gleichzeitig. So saßen sie noch lange im Wolkencafé und feierten ihre Freundschaft.

Am späten Abend flog Manuel mit seiner Schwebewolke noch einmal hinaus, um die Erde zu betrachten. Er dachte darüber nach, was ihn dort unten wohl sonst noch erwartete und wie bedrohlich er alles empfand, als er zum ersten Mal hinunter gesehen hatte. Angst verspürte er keine mehr. Da war nur Neugierde. Er freute sich beinahe darauf endlich wirklich gebraucht zu werden.
„Ich gratuliere, mein kleiner Schutzengel“, sagte hinter ihm eine sanfte wohlbekannte Stimme.
„Großvater“, rief Manuel, „schön, dass du da bist“.
„Weißt du noch wie du dir Sorgen gemacht hast, du müsstest da unten alle beschützen?“, fragte der Großvater und drückte seinen Enkel ganz fest an sich.
„Wie könnte ich das vergessen?“, fragte Manuel und lächelte seinen Großvater an.


Bilderadventskalender 2017

15. Dezember

ONsüd-Zeichnung: Anne Twachtmann

Freitag, 1. Dezember 2017

literarisch

Weihnachtszeit

ONsüd-Bild (Archiv): Sebastian Pokojski

von Katharina Kumeko
Unscheinbare, in ihrer Farbe undefinierbare Augen schauen die Frau an. Seine Arme umschließen sie fest und ruhig. Sie hat dabei kein Gefühl von Geborgenheit. Seine Hände sind weiblich, mit zarten Gelenken und einer Männlichkeit signalisierenden, starken Behaarung auf dem Handrücken. Schließlich sinken die Arme herab. Mit gesenktem Blick betrachtet er seine nun gefalteten Hände. Er räuspert sich.
Meine Frau“, beginnt er leise, “sie macht mich fertig. Sie schreit mich an, und nur, um mich am Weggehen zu hindern, hat sie sich an meinem Pullover geklammert und mich festgehalten. Meine Unterlagen hat sie zerrissen. Einfach so! Furchtbar!“ Und zögernd fügt er hinzu: “Ich bin kein Typ von Gewalt!“
Er sieht sie an, fast hündisch ergeben ist sein Blick. Innerlich schaudert die Frau. Es ist, als blicke sie in einen Spiegel. Sie ist unfähig zu handeln. Unfähig ihm zu sagen: “Du bist zu schwach, um für mich liebenswert zu sein!“ Schweigend sitzt sie stattdessen neben ihm, duldet hündisch verliebte Blicke, duldet streichelnde Hände.
Währenddessen verfärbt sich der Himmel vor den Fenstern des Cafés in ein eigentümlich rotes Grau. Die violetten Lichterketten in den Tannenbäumen auf den Fensterbänken blinken. Passanten auf den verschneiten Bürgersteigen hasten vorüber.

humoristisch








von Dipl.-Ing. Dirk Monka






Witze im Dezember

***
„Mann was bin ich erkältet!
Ich habe gestern über zwei Stunden im Zug gestanden!“
„Dann besorge dir beim nächsten Mal eine Platzkarte.“ 
***
Muss das Sturmtief wirklich einige Stunden auf kleiner Hitze garen
bis es ganz durchgezogen ist?
***
Nein, eine Grau-Gans mit einem Farb-Film zu knipsen,
das geht ja gar nicht, sagt der Schotte.
***
Nein, schmutzigen Schnee wäscht man nicht mit einem Mittel
für Schnee-weiße Wäsche sondern mit einem Cool-or Waschmittel.
***
Nein wir redeten vom La-Ternen-Fest, nicht vom Lach-Tennen-Fest.
***
Nur bei Tau-Wetter ist der Eis-Schmel-Zeh deutlich sichtbar.
***
Passend zum Winter-Anfang haben wir bei den Handschuhen
noch viele ausgefallene Einzelstücke parat.
***
Schnee-Rasen: die vorher grüne Wiese mit dem weißen Etwas darauf
***
Schnee-Hasen: die Tiere welche auf der vormals grünen Wiese laufen
***
Sind die Personen welche im Dezember den Chor laut unterstützen
wirklich dessen Sing-patisanten?
***
Verbringt man zuerst den Winterabend mit Tee-Lichter
und danach den Sommermorgen mit Kaffee-Schatten?
***
Vor welchem Eis müssen sich die Autofahrer im Winter
an festen Radar-Anlagen schützen?    Blitz-Eis
***
Wachsen die kleinen Kängurus am Polarkreis nicht im Beutel der Mutter
sondern im Gefrier-Beutel auf?
***
Warum braucht der Auto-Techniker einen massiven Christsbaum?
Die daran hängenden Zündkerzen sind so schwer.
***
„Warum haben deine Reifen am Fahrrad kein Profil mehr?“
„Ich will kein Bewegungs-Profil hinterlassen.“
***
Warum schnarcht der Endverstärker so laut,
ich denke der hat keinen Ruhestrom?
***
Warum weht am 7.Februar kein Lüftchen,
wo wir doch mitten im Wind-ter sind?
***
Warum wird der Baum nur mit Lamm-Metta aber nicht
mit Schaf-Metta oder mit Ziegen-Metta geschmückt?
***
Was braucht ein Zaun damit er wie ein Schneemann in der Sonne schmilzt?                      Viel Zaun-Schmelz
***
Welche Nüsse mag man am liebsten?    Alle ge Nüsse!
***
Welche Personen gehen etwa am 6.Januar verkleidet von Haus zu Haus?
a) Die Dreiecks-Redner, 
b) die Quadrat-Sprecher, 
c) Die Rauten-Erzähler, 
d) die Stern-Singer,  
***
Welcher Wetter-Experte betrachtet eine Situation?
a)  Der zu-Graupel
b)  Der zu-Hagel
c)  Der zu-Regen
d)  Der zu-Schauer
***
Wenn es bei dem frischen Schnee eine erhöhte Glättegefahr gibt,
dann hat das neuen Bügeleisen auch eine erhöhte Glättungsgefahr.
***
Wenn im hohen Norden ein Ren-Tier kalbt ist dieses vorher befruchtet worden. Aber wer hat den kalbenden Eisberg befruchtet?
***
Wer kümmert sich nach dem Temperatur-Sturz um
die nun verletzte Temperatur?
***
Wer wirbelt den Ad-Vent durch die Wohnung herum?
Der Ad-Vent-illator!
***
Werden am Rosen-Montag wirklich alle Luft-Schlangen
mit Ess-Papier gefüttert?
***
Wie heißt das Gratis-Konzert welches die betagte Rentnerband
trotz vieler Venen-Probleme geben?   Vene-Fits-Konzert
***
Wie heißt das süße Schokodessert das immer meint,
sie wäre das schönste Ding der Welt?   Prahl-ine
***
Wie heißt der Facharzt bei Wintersport Unfällen?   Skirurg
***
Wie nennt sich der Roh-meo nach seinem heißen Wannenbad?
Gar-meo.
***
Wie sieht das aus mit den attraktiven Aufstiegs-Möglichkeiten
bei jungen Alpinisten?
***
Wie stellt man für Kinder einen Eisbären her?
Man nehme einen Stoffbären, tauche ihn in das Wasser
und lege ihn sofort in ein Gefrierfach.
***
Wo liegt eine Nuss im schmelzendem Schnee?    im Tau-Nuss
***
Womit und mit welcher Temperatureinstellung
reinigt man die fest gefahrene Schnee-Decke?
***
Wozu lassen sich defekte Glühbirnen noch verwenden?
Für die Dunkelkammer beim Fotografen.
***
Zu Beginn der Nacht sagte ein Schlaf-Forscher zum anderen
Schlaf-Forscher: „Nun lassen wir uns einmal richtig gähnen.”
***
Zwei Eisbären laufen in der Wüste. Einer sagt: 
„Du hier muss es aber tierisch glatt gewesen sein!“
Der andere fragt zurück: „Wieso?“
„Na siehst du nicht wie die hier gestreut haben?“
***